1.000 Kilometer Wärme für die Zukunft

Zwischen Baggern, Rohren und frischem Beton wird in St. Andrä gerade an einem Stück Kärntner Energiezukunft gearbeitet. Die Kelag Energie & Wärme errichtet dort ihren 1.000. Kilometer Fernwärmetrasse. Angeschlossen wird eine neue Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerkes mit 24 geförderten Mietwohnungen – darunter auch betreute Wohneinheiten für junge Menschen mit Beeinträchtigung. Für Landeshauptmann Daniel Fellner ist das Projekt weit mehr als ein technischer Meilenstein.

„Die Kelag als überregional tätiger Konzern hat hier schon viel auf die Beine gestellt“,

sagte Fellner bei der Baustellenbesichtigung. Der Landeshauptmann erinnerte dabei auch an die Anfänge der Fernwärme in St. Andrä:

„Das Fernwärmeprojekt war damals so etwas wie ein Start-up mit Zukunft.“

Sein Vater habe damals als Mitarbeiter der ÖDK selbst Kundinnen und Kunden für das Fernwärmenetz beraten.
Heute zählt die Kelag Energie & Wärme zu den größten überregionalen Fernwärmeanbietern Österreichs – von Kärnten bis ins Waldviertel, von Vorarlberg bis ins Burgenland. Fellner betonte insbesondere die Bedeutung solcher Projekte für Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Effizient

Auch Bürgermeisterin Maria Knauder hob die Bedeutung der Fernwärme für die Stadt hervor.

„Die Wärmeversorgung sei effizient, nachhaltig und kostengünstig“.

Gleichzeitig verwies sie auf die soziale Komponente des Wohnbauprojektes, das leistbaren Wohnraum mit betreuten Wohnmöglichkeiten verbindet.
Kelag-Vorstand Reinhard Draxler bezeichnete Fernwärme als „eine Art Generationenvertrag“. Die Kelag setze dabei konsequent auf heimische Ressourcen wie Biomasse und industrielle Abwärme sowie auf Dekarbonisierung.

Rückblick

Adolf Melcher, Sprecher der Geschäftsführung der Kelag Energie & Wärme, blickte auf die Entwicklung des Standortes zurück: Vor 37 Jahren habe man gemeinsam mit der damaligen ÖDK die ersten 7,5 Kilometer Fernwärmenetz in St. Andrä errichtet. Heute umfasst das Netz bereits 20 Kilometer. Rund 400 Gebäude werden mit etwa 16 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr versorgt. Österreichweit betreibt die Kelag Energie & Wärme mittlerweile 89 Fernwärmenetze und liefert rund zwei Milliarden Kilowattstunden Wärme jährlich.

Abwärme nutzen

Die Wärme in St. Andrä stammt derzeit aus dem Biomasseheizwerk der Stadt. Künftig soll zusätzlich industrielle Abwärme von Mondi Frantschach genutzt werden.
Auch beim Kärntner Siedlungswerk sieht man das Projekt als wichtiges Signal für nachhaltigen Wohnbau. „Wir sind happy mit Fernwärme“, sagte Geschäftsführer Stefan Konecny. Gemeinnützigkeit habe im Wohnbau „sehr viel mit Nachhaltigkeit zu tun“. Geschäftsführer Florian Stadtschreiber ergänzte: „Wir als Kärntner Siedlungswerk sind stolz, dabei sein zu dürfen.“

Politische Laufbahn

07.10.2019

Landesrat Ing. Daniel Fellner

  • Absolvent der HTL für Betriebstechnik in Wolfsberg
  • begann berufliche Laufbahn beim Roten Kreuz, war zuletzt Leiter der Landesleitstelle
  • seit 2009 Sektionsobmann St. Andrä
  • seit 2010 Fraktionsobmann St. Andrä
  • 2011-2018 SPÖ-Landesgeschäftsführer
  • seit 12. April 2018 Landesrat in der Kärntner Landesregierung
  • seit Oktober 2018 SPÖ-Vorsitzender Bezirk Wolfsberg

Privat

07.10.2019

Lebt nach dem Motto:

„Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern“.

  • Geboren am 19.01.1977
  • Wohnt in St. Andrä
  • Familie: verheiratet mit Sandra
  • Drei Söhne: Matteo, Noah und Julian
  • Haustier: Labrador Eddie
  • Lieblingsort: Koralm
  • Hobbies: laufen, imkern, ab und zu auf einen Klettersteig gehen
  • Motto: Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern.

Lebenslauf